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Bustouristik-Blog

Elektrische Reisebusse kommen. Was bedeutet das für die Reiseplanung?

Die Elektrifizierung der Busflotten in den Städten schreitet rasch voran. Fachartikel, Social Media Posts oder das eigene aufmerksame Auge bestätigen das. Aktuell noch im Hintergrund, aber nicht weniger spannend, ist die Entwicklung der Elektrifizierung von Reisebussen.




Höchste Zeit, einen Blick auf den sehr konkret absehbaren touristischen Einsatz von E-Bussen zu werfen. Sobald batterieelektrische Reisebusse zur Marktreife gelangen, werden nicht nur Investitionen in Ladeinfrastruktur und Flotten notwendig, Elektrobusse haben auch spezielle Anforderungen an die Reiseplanung.

 
Warum der batterieelektrische Antrieb auch beim Reisebus?

Dem Vernehmen nach ist bei den Busherstellern die Entscheidung gefallen, als Alternative bzw. Nachfolger zum Diesel auch im Reisebussegment auf batterieelektrische Antriebe zu setzen.


Der Grund: Alternativen können nicht mehr - oder noch nicht liefern

Mit der Abgasnorm EURO 7 stehen Herstellern von Diesel-Verbrennermotoren hohe Entwicklungskosten ins Haus. Die Kombination mit der zu erwartenden Preissteigerung beim Treibstoff selbst (Klimaschutzgesetzgebung, Emissionshandel und Entwicklung am Weltmarkt) lässt die Attraktivität dieser Antriebsform sinken.


Synthetische Treibstoffe, insbesondere E-Fuels verursachen bei der Verbrennung weniger CO₂-Emissionen. Mit einem Wirkungsgrad von lediglich 13%, ist ihre Energieeffizienz jedoch katastrophal. Außerdem wird angezweifelt, ob der Bedarf für den Verkehrssektor in absehbarer Zeit überhaupt gedeckt werden könnte, zumal enorme Investitionen in Produktionsanlagen und Infrastruktur notwendig wären.


Brennstoffzellenantriebe würden zwar bei großen Distanzen und anspruchsvoller Streckenführung Vorteile gegenüber der Batterie bieten, für einen wirtschaftlichen Betrieb müsste Wasserstoff aber deutlich günstiger bzw. gefördert werden. Zusätzlich liegt diese Antriebsform im Nachhaltigkeitsindex hinter der batterieelektrischen Variante.


Fazit

In der Branche geht man davon aus, dass die nächsten 15-20 Jahre im Zeichen batterieelektrischer Antriebe stehen werden.

 

Der E-Reisebus im bustouristischen Alltag

Der Bus

Wie werden die Busse aussehen?

Fragen, die sofort aufpoppen, betreffen Stauraum, Gewicht, Energiemanagement und vor allem die Reichweite. Auf letztere gehe ich im Abschnitt "Auf Reisen" ein. MAN hat angekündigt in einem ersten Schritt konventionelle Reisebusse mit Elektroantrieb ausstatten. Da die aktuelle Generation der Batterien noch recht voluminös und auch schwer ist, werden die ersten E-Reisebusse definitiv 3-Achser sein.


Bleibt noch Platz für Gepäck?

Was den Stauraum betrifft, wird von Seiten der Hersteller relative Entwarnung gegeben. Durch den Wegfall des Verbrennermotors wird im Motorraum einiges an Platz frei, der für Batterien und die neue Technik genutzt wird. Anfangs soll allerdings zusätzlich noch der Mittelsteg im Kofferraum zur Unterbringung von Batterien verwendet werden. Mit neuen, kleineren, leichteren und leistungsstärkeren Batterien sollte dieser Raum jedoch wieder frei werden.


Auf Reisen

Wo laden?

In erster Linie bei den bustouristischen Leistungsträgern. Wo der Bus hin kommt bzw. wer Busreisegäste zu seinen Kunden zählt, wird dem Bus die Möglichkeit zum Laden bieten (müssen). Bei Schnellladung tagsüber reden wir von Ausflugszielen, Bergbahnen, Schiffsanlegestellen etc. Beim Aufladen über Nacht sind in erster Linie Hotels selbst, aber auch Tourismusverbände und Städte gefordert, hier Ladeinfrastruktur bereitzustellen ...


Hinweis: Den vollständigen Text lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Bustouristik Newsletters





Die Kunden

Kostenweitergabe

Die Errichtung von Ladeinfrastruktur im eigenen Betrieb und die schrittweise Elektrifizierung der Busflotte ist mit markanten Kosten verbunden. Trotz zu erwartender Förderungen wird ein Teil der Mehrkosten letztendlich von den Kunden zu tragen sein.


Umweltfreundliche Mobilität

Im Gegenzug wird den Gästen ein mittlerweile durch Umfragen bestens dokumentierter Wunsch erfüllt: umweltfreundliche Mobilität und CO2 neutrales Reisen. In Kombination mit diesem gesellschaftlichen Trend und dem jetzt schon unerreichten Komfort des Busreisens, bringt sich der Bus in eine Spitzenposition unter allen Verkehrsmitteln für touristische Reisen.


Ein angenehmes Reiseerlebnis

Auch abseits des Umweltgedankens wird das Reisen im Elektrobus für die Gäste eine angenehme Erfahrung. Was schon bei den Elektroautos sehr geschätzt wird - er ist deutlich leiser. Das höhere, sofort verfügbare Drehmoment ...


Hinweis: Den vollständigen Text lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Bustouristik Newsletters




 
Fazit und Ausblick

Aus dem mittlerweile voll angelaufenen elektrischen Stadtbusverkehr ziehen Bushersteller enorm viele Daten und Erkenntnisse. Dieses Wissen wird in den Reisebusbereich transferiert und hat nun offenbar zu einer markanten Beschleunigung der Entwicklung geführt. Das Sache wird also konkret.


Ein Beispiel: MAN hat angekündigt ab 2025, 2026 mit einer Testflotte von max. 100 E-Reisebussen in den Markt zu gehen. Das ist nicht irgendwann, das ist quasi morgen.


(Quelle: Die in diesem Newsletter zusammengefassten und wiedergegebenen Aussagen sind Rechercheergebnisse aus veröffentlichten Interviews, Artikeln und Pressemitteilungen sowie Website der Bushersteller und weiterer Branchenseiten)

 
Mein Angebot an Ihr Busunternehmen

Zu allen Themen in diesem Blogbeitrag stehe ich Ihrem Busunternehmen gerne tatkräftig zur Seite. Entweder durch Erstellung der von Inhalten, strategisch beratend oder schulend für Sie und Ihre Mitarbeiter.


Am besten, wir reden einfach bei Gelegenheit.


Gerhard Nagl, bus@gerhardnagl.at, +43 699 10295629

 
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